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Deutsch-Südafrikanisches Städtenetzwerk für integrierte und lebenswerte Nachbarschaften – dreitägiger Workshop 2017 in Halle (Saale)

Teilnehmende des „Deutsch-Südafrikanischen Städtenetzwerkes“

 

Teilnehmende des „Deutsch-Südafrikanischen Städtenetzwerkes für integrierte und lebenswerte Nachbarschaften“ präsentieren die grafisch aufbereiteten Ergebnisse des Workshops, der im September 2017 in Halle (Saale) stattfand.

 

Die Stadt Halle (Saale) wurde 2015 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ausgewählt, im „Deutsch-Südafrikanischen Städtenetzwerk für integrierte und lebenswerte Nachbarschaften“ mitzuarbeiten. Hintergrund ist die erfolgreiche Revitalisierung des Wohnquartiers rund um die Freiimfelder Straße. Mit Hilfe urbaner Kunst engagierten und engagieren sich in der Freiraumgalerie Künstler, Eigentümer, Bewohner und die Stadt Halle (Saale) für diese Erfolgsgeschichte. Die Erfahrungen sollten in das Netzwerk eingebracht werden, weshalb neben einem Vertreter der Stadtverwaltung auch Hendryk von Busse, als Initiator der Freiraumgalerie, die Stadt Halle (Saale) im Netzwerk vertrat. Die Stadt Halle (Saale) ist auch die erste deutsche Stadt, in der mit den Netzwerkern im September 2017 ein dreitägiger Workshop zu urbaner Stadtentwicklung durchgeführt wurde.

Die bis 2018 andauernde Netzwerkarbeit hat dabei konsequent einen „Peer to Peer-Ansatz“ (Austausch unter Gleichen) verfolgt. Davon haben sowohl die deutschen Planer als auch die Teilnehmenden aus Ekurhuleni, Nelson Mandela Bay, Msunduzi und von der South African Local Government Association (landesweite Vereinigung südafrikanischer Lokalverwaltungen) profitiert. Stadtplaner aus Ludwigsburg, München, Halle und aus Südafrika haben gemeinsam im Workshop globale wirksame Lösungsansätze für eine integrierte Stadtentwicklung entwickelt und diskutiert. Dabei standen die Erfahrungen mit Bürgerbeteiligungsprozessen in Freiimfelde und Neustadt in einem besonderen Focus.

Das „Deutsch-Südafrikanische Städtenetzwerk für integrierte und lebenswerte Nachbarschaften“ ist ein Lernnetzwerk, das neue Kooperationsformen nutzt. Es wurde Anfang 2014 auf der Grundlage der „Leipzig Charta zur Nachhaltigen Europäischen Stadt“ (2007) und dem internationalen Memorandum „Städtische Energien – Zukunftsaufgaben der Städte“ (2012) initiiert. In bilateralen Netzwerken wird nach innovativen Lösungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung gesucht. Erfolgreiche Ansätze werden miteinander geteilt und weiter entwickelt. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Halle (Saale) erstmals beim 11. Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik 2017 in Hamburg das Projekt Freiraumgalerie vor nationalem und internationalem Publikum präsentiert.

Die in den Lernnetzwerken erzielten Erkenntnisse und Erfahrungen finden darüber hinaus Eingang in die Politikgestaltung auf nationaler Ebene und in die Reflexionsprozesse der jeweiligen nationalen Stadtentwicklungspolitiken. Diese werden zudem auf Konferenzen vorgestellt und von den jeweiligen Städtenetzwerken genutzt. So konnte die Stadt Halle (Saale) beim 12. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik im September 2018 in München die Impulse des Netzwerks und des Projektes Freiraumgalerie für städtebauliche Innovation vorstellen.

Das Projekt „Deutsch-Südafrikanisches Städtenetzwerk für integrierte und lebenswerte Nachbarschaften“ unterstützt transkontinentales bzw. transatlantisches Lernen. Es fördert ebenso den Austausch zwischen den unterschiedlichen Ebenen der Regierungsführung und gewährleistet den Bezug zu Gesetzgebung und nationalen Förderpolitiken.