Zurück

Nachrichten

Seite durchblättern:

Nachrichten

Nachricht 48 / 57

„Versorgungssicherheit“

Porträtfoto von Bürgermeister Egbert GeierLiebe Hallenserinnen und Hallenser,

trotz Gaspreis-Bremse, trotz Strompreis-Bremse bleibt Energie für alle Endverbraucher und Endverbraucherinnen auf unabsehbare Zeit weitaus teurer als wir es bisher gewohnt waren.

Wir alle haben in den vergangenen Monaten bereits Anstrengungen unternommen, Energie effizienter und sparsamer einzusetzen. Das ist notwendig, um das 20-Prozent-Einspar-Ziel zu erreichen, das die Bundesnetzagentur für erforderlich erachtet. Dies ist ein ehrgeiziges Ziel, aber erreichbar, wenn alle ihren Anteil dazu beitragen.

Die Stadtverwaltung muss und wird hier Vorbild sein und vorangehen. Unsere Verwaltungsvorschrift „Energieeinsparungen“ regelt die Umsetzung verschiedener Maßnahmen innerhalb der Verwaltung auch unter Einbeziehung der geltenden Energieeinsparverordnung des Bundes. Darüber hinaus haben wir weitere Maßnahmen bereits auf unserer Internetseite veröffentlicht und setzen diese seit August um.
Warmwasser, Klimatechnik, richtig eingestellte Heizungen, die Temperaturen in Büros, Schwimmbädern und Sporthallen sind die wirksamsten Bereiche, um Energie einzusparen.

Wir wollen und müssen alles tun, damit sensible Einrichtungen wie z.B. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen ihren Betrieb aufrechterhalten können.

Ich weiß, dass die vom Bund beschlossenen Instrumente der Gas- und Strompreisbremse in Teilen der Bevölkerung ein wenig Sorglosigkeit befördern. Diese Sorglosigkeit ist komplett fehl am Platz. Energie wird auf nicht absehbare Zeit knapp und teuer bleiben.

Deshalb appelliere ich an alle Einwohnerinnen und Einwohner, unseren gemeinsamen Weg des Zusammenstehens, der Achtsamkeit und Sparsamkeit konsequent fortzusetzen. Es muss uns allen klar sein, dass auch weiterhin der Einsatz und das Verständnis Aller erforderlich ist, um gut durch den Winter zu kommen. Es ist eine Frage der Solidarität, der gegenseitigen Rücksichtnahme und der Vernunft.

Um tatsächlich alle Einwohnerinnen und Einwohner unserer Stadt zu erreichen, bereiten Stadt und Stadtwerke eine kompakte Information für alle Haushalte vor, die in Kürze über die Post versendet wird.

Vor dem Hintergrund einer möglichen Gasmangellage und deren Auswirkungen auf die Einwohnerinnen und Einwohner stimmen sich Stadtverwaltung und Stadtwerke Halle GmbH sowie Krankenhäuser und Pflegeheime seit Wochen regelmäßig ab.

Der Stab „Versorgungssicherheit“ prüft dabei fortlaufend auch Maßnahmen, die im Falle von außergewöhnlichen Ereignissen zur Unterstützung unmittelbar Betroffener einzuleiten sind. Dazu gehört auch die Schaffung von Wärmeinseln bzw. Unterbringungsmöglichkeiten und unter Umständen auch eine weitere Versorgung mit Lebensmitteln.

Bitte haben Sie Verständnis, dass die Sonderschutzpläne, die nach dem Katastrophenschutz-Gesetz erarbeitet werden, nicht öffentlich sind. Nur die beauftragten Bediensteten haben darauf Zugriff.

Sollte es zu einem Ausfall der Kommunikationsnetze kommen, erfolgen Lautsprecherdurchsagen in den betroffenen Gebieten. Dabei wird auch zu vorbereiteten festen Anlaufpunkten für die betroffene Bevölkerung informiert. Dort können Menschen auch medizinische Notfälle melden.
Bislang sind 22 Objekte als mögliche Unterkünfte von der Stadt festgestellt und geprüft worden. Es handelt sich dabei vor allem um Turnhallen. Bei diesen Objekten ist sicherzustellen, dass diese trotz Teilversorgungsunterbrechungen im Stadtgebiet mit Strom und Wärme versorgt sind. Die Standorte der Wärmeinseln, die im Bedarfsfall von Mitarbeitenden der Stadtverwaltung betrieben werden, werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Auf Grund der technischen Abläufe, die im Falle einer Gasmangellage eintreten, gehen wir gegenwärtig von rund 17.500 Personen aus, die maximal zeitweise und gleichzeitig auf Hilfe angewiesen wären.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
bei allen Vorsorgemaßnahmen, die die Stadt trifft, ist eines ganz klar: Der Katastrophenschutz der Stadt Halle (Saale) kann die Folgen einer langandauernden Gasmangellage und den Ausfall von Grundversorgungsinfrastruktur nur mildern.

Um es ganz deutlich zu sagen: Panikmache ist nicht angebracht. Wir treffen gemeinsam nur für den Fall der Fälle Vorbereitungen.

Aber klar ist auch: Im Ernstfall wird es keinen kompletten Schutz und keine Rundumversorgung geben können. Ich rate deshalb allen dazu, selber Vorsorge für den Notfall zu ergreifen. Private Vorsorge ist immer richtig und wichtig.

Stadt und SWH wiederholen deshalb ihren Appell: Wir kommen alle gut durch den Winter, wenn wir unseren gemeinsamen Weg des Zusammenstehens, der Achtsamkeit und Sparsamkeit konsequent fortzusetzen. Wir alle haben es in der Hand!

Auf der Internetseite der Stadt Halle (Saale) haben wir unter der Lebenslage Notfall Hinweise für die Einwohnerinnen und Einwohner zusammengestellt, wie sich auf mögliche Mangel- und Notlagen vorbereitet werden kann.

Diese Eigenverantwortung müssen alle, die dazu in der Lage sind, tragen und wahrnehmen. Daher wendet sich seit Langem auch der Bund als Träger des Katstrophenschutzes, konkret das Bundesamt für Bevölkerungsschutz, mit entsprechenden Hinweisen an die Menschen in der gesamten Bundesrepublik. Diese Informationen stehen im Internet auf: www.bbk.bund.de

Ihr Egbert Geier, Bürgermeister

 

Weiterführende Informationen


 

11.11.2022

Kontakt

für Presse- und Corporate Design-Anfragen: 

Pressestelle

Marktplatz 1
06108 Halle (Saale)

zum Stadtplan

Postanschrift

Stadt Halle (Saale)
Pressestelle
06100 Halle (Saale)

0345 221-4013

0345 221-4027

E-Mail

Pressesprecher

 Drago Bock

Sprechzeiten

nach telefonischer Vereinbarung 

Wichtige Links