Zurück
Seite durchblättern:
Seite 2 / 5

Archivale des Monats Januar 2020

Neujahrsmedaille des Halleschen Kunstvereins e.V. - V. Edition 2008

Anna Scheibner / Lauchhammer Kunstguss GmbH, Material: Bronze, Maße: 86,00 x 86,00

rechteckige Abbildung Till Eulenspiegelrechteckige AbbildungIn der Medaillensammlung des Stadtarchivs befindlichen sich mehrere der vom Halleschen Kunstverein herausgegebene, von Studierenden der Bildhauerklasse der halleschen Kunsthochschule Burg Giebichenstein gestaltete Neujahrsmedaillen. Durch diese Edition konnten mehrere junge hallesche Künstler gefördert werden.
Die 1982 geborene Bildhauerin und Medailleurin Anna Napp, geborene Scheibner, absolvierte 2003 -2012 Studium der Bildhauerei an der Burg Giebichenstein in Halle an der Saale bei Prof. Bernd Göbel. Erste Medaillen entstanden bei Studentenwettbewerben angeregt durch Prof. Bernd Göbel und Carsten Theumer. 2004 erhielt sie den 1. Preis des Wettbewerbes 'Spielplastik im Amtsgarten Halle', 2007. Weitere Ehrungen folgten. So wurde die hier vorgestellte Neujahrsmedaille des Halleschen Kunstvereins 2008 mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Die Darstellung auf ihrer Medaille „Eulenspiegels Rache“ geht auf eine Eulenspiegel-Geschichte zurück. Danach soll Eulenspiegel um 1300 in Halle einen Seiltanz gezeigt haben. Nach einem unfreiwilligen Sturz in die Saale wollte er sich für das Hohngelächter rächen. So zog er ein Seil über die Straße und verkündete den neugierigen Zuschauern, dass er ihnen ein besonderes Kunststück zeigen wolle, wofür er von jedem den linken Schuh bräuchte. Willig reichte man ihm die Schuhe empor, die Eulenspiegel auf einer Schnur aufreihte. Dann rief er "aufgepasst, suche jeder seinen Schuh!". Er schnitt die Schnur entzwei und schüttete die Schuhe auf die gaffende Menge nieder. Diesmal lachte Eulenspiegel, vom Seil herab über die Hallenser.
Quelle: Handblatt Hallescher Kunstverein 12/07