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Häufig gestellte Fragen


Was hat es mit dem Begriff „Entwicklungsgebiet“, der oft im Zusammenhang mit dem Stadtteil Heide-Süd fällt, auf sich?

Der Begriff entstammt dem Baugesetzbuch, das für besondere städtebauliche Situationen und Stadträume größerer Dimensionen (Militär-, Industrie-, Bahnbrachen etc.) das sogenannte „Entwicklungsrecht“ als städtebauliches Rechtsinstrument bereit hält, um diese Bereiche einer Revitalisierung zuzuführen. Zu diesem Zweck erfolgt die Ausweisung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme nach §§ 165 ff. des Baugesetzbuches, in diesem Fall der „Entwicklungssatzung Heide-Süd“.

Das Entwicklungsrecht gibt dem Träger der Entwicklungsmaßnahme (der Kommune) Mittel in die Hand, die Wiedernutzbarmachung der ehemaligen Brachfläche forciert und koordiniert zu leiten. Auf Grundlage des Entwicklungsrechts bestehen für die Kommune Einflussmöglichkeiten auf die Planung und Umsetzung von Baumaßnahmen, Grundstücksteilungen, Verkäufe bzw. Maßnahmen, die die Nutzungs- und städtebauliche Struktur des Gebietes beeinflussen. Das Baugesetzbuch empfiehlt, sich zur Durchführung der Entwicklungsmaßnahme eines professionellen Entwicklungsträgers zu bedienen. Für das Entwicklungsgebiet Heide-Süd nimmt diese Funktion die Sachsen-Anhaltinische Landesentwicklungsgesellschaft (SALEG) mbH wahr. Für zuvor genannte Maßnahmen und Vorhaben ist ein entsprechender Antrag auf entwicklungsrechtliche Genehmigung (PDF 31 KB) zu stellen. Für Baumaßnahmen geschieht das in der Regel zusammen mit den Bauvorlagen, so dass hierfür kein zusätzlicher Aufwand für den Bauherrn entsteht. Für alle Rechtsvorgänge, die über einen Notar vollzogen werden, veranlasst dieser von Amts wegen die Beantragung der entwicklungsrechtlichen Genehmigung.

Weitere Informationen zum Antrag auf entwicklungsrechtliche Genehmigung und zum Entwicklungsvermerk finden sie hier: Bürgerinformation zur Entwicklungsmaßnahme (PDF 58 kB)


Müssen vom Bauherrn im Entwicklungsgebiet Heide-Süd Straßenausbaubeiträge entrichtet werden?

Bauherren, die in Heide-Süd Grundstücke selbst bzw. über Bauträger erworben haben, brauchen keine Straßenausbaubeiträge zu begleichen. Im Grundstückskaufpreis von öffentlich erschlossenen Baugrundstücken in Heide-Süd sind die Erschließungskosten bereits anteilig enthalten.


Gibt es im Stadtteil Heide-Süd altengerecht gebaute Wohnungen?

Bislang gab es in Heide-Süd noch kein eigens zum altengerechten Wohnen errichtetes Gebäude. Dies hat sich seit Mitte 2016 geändert. Mit dem Neubauprojekt WINOVA Servicewohnen der Wohnungsgenossenschaft (WG) „Freie Zukunft“ sind 2015/16 in der Blücher- und Yorckstraße 71 barrriearme Wohnungen, vornehmlich für Senioren, entstanden. Damit leistet die WG „Frohe Zukunft“ auch im jungen Stadtteil Heide-Süd einen Beitrag  zum ständig steigenden Bedarf an seniorengerechten Wohnungen zu bezahlbaren Mieten. Eine Mitgliedschaft in der WG ist für jeden Bürger möglich. Die 71 Servicewohnungen (überwiegend 2-Raumwohnungen, einige 3-Raumwohnungen) werden durch 2 Seniorenwohngemeinschaften und eine Begegnungsstätte ergänzt.


Ist ein weiteres Ärztehaus geplant?

Im sogenannten "Haus der Dienste" am Helene-Stöcker-Platz in Heide-Süd gibt es bereits verschiedene Arztpraxen. Aufgrund der mit den Einwohnerzahlen auch gewachsenen Nachfrage nach medizinischer Versorgung befasst sich aktuell ein Investor mit der Planung eines weiteren Ärztehauses in Heide-Süd. Konkrete Angaben können beim derzeitigen Planungsstand noch nicht gemacht werden.

Warum sind die öffentlichen Flächen im Bereich des Technologieparks schon komplett hergestellt, nicht jedoch die öffentlichen Flächen im Wohngebiet?

Die öffentlichen Verkehrs- und Grünflächen im Technologiepark wurden mit Hilfe von Europäischen- und Landesfördermitteln im Jahr 1999 hergestellt. Das zu diesem Zweck genutzte Förderprogramm "Konver" war ausschließlich zur Herstellung öffentlicher Erschließungsanlagen und Renaturierung von Grünflächen auf ehemals militärisch genutzen Liegenschaften mit gewerblicher Nachnutzung bestimmt. Aus diesem Grund war eine Nutzung der Fördermittel im Wohnbereich ausgeschlossen.


Stand: 15. September 2016