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Grabarten

Die Verwaltungen der städtischen Friedhöfe sind bestrebt unterschiedliche Grabarten für die Bestattung der Bürger vorzuhalten, um den Angehörigen die individuelle Auswahl zu ermöglichen oder auch bereits zu Lebzeiten festzulegen, wie man selbst bestattet werden möchte.
Dazu erhalten die Bürger in den jeweiligen Friedhofsverwaltungen eine ganz persönliche Beratung, da nicht alle nachfolgend genannten Grabarten auf allen städtischen Friedhöfen angeboten werden können.

Reihengrabstätten

…sind für Erdbestattungen der Reihe nach angelegt, Nutzungsrecht 20 Jahre

…sind für Urnenbeisetzungen der Reihe nach angelegt, Nutzungsrecht 20 Jahre, es kann nur eine Urne beigesetzt werden

…werden nach 20 Jahren eingeebnet, dies wird 3 Monate vor Ablauf des Nutzungsrechts durch ein Anschreiben oder einen Aushang am Grabfeld bekannt gegeben

…können nicht im Nutzungsrecht verlängert werden, es besteht keine Anspruch auf eine bestimmte Grabstelle, sondern nur der Anspruch auf eine beliebige von der Friedhofsverwaltung vergebene Grabstelle

Urnengemeinschaftsanlagen

…sind Reihengrabstätten ohne individuelle Kennzeichnung

…Urnen können nicht umgebettet werden

…werden von der Friedhofsverwaltung gestaltet und gepflegt

…sind überwiegend Rasenflächen, aber auch Rosenbeete oder mit Stauden bepflanzte Flächen

Wahlgrabstätten

...werden für Erdbestattungen angelegt, Nutzungsrecht 30 Jahre (Verlängerung auf Antragstellung möglich oder aber Verzicht auf Nutzungsrecht nach 20 Jahren möglich), es können zusätzlich 4 Urnen beigesetzt werden, insofern die Ruhezeit von 20 Jahren gewährleistet ist

…können im Todesfall verlängert werden, d. h. es kann das Nutzungsrecht für eine mehrstellige Grabstätte erworben werden, insofern die Ruhezeit von 20 Jahren gewährleistet ist

…werden für Urnenbeisetzungen angelegt, Nutzungsrecht 30 Jahre (Verlängerung auf Antragstellung möglich oder aber Verzicht auf Nutzungsrecht nach Ablauf der Ruhezeit der zuletzt begrabenen Urne), es können in einer Grabstelle von 1m² 4 Urnen beigesetzt werden

…werden nach Beendigung des Nutzungsrechtes eingeebnet, dies wird 3 Monate vor Ablauf des Nutzungsrecht schriftlich bekannt gegeben

…mit größeren Fläche werden Heckengrabstätten oder Sondergrabstätten genannt und haben besondere Gehölzbepflanzungen

…können schon ohne Eintritt eines Todesfalls ausgewählt und das Nutzungsrecht erworben werden

Heckengräber

…sind besondere Wahlgrabstätten für Erdbestattungen von Särgen oder Urnen, die von 2 oder 3 Seiten von einer Hecke umgeben sind

…sind in Grabanlage und Grabpflege individuell gestaltbar, aber das Heckenschneiden wird vom Friedhofspersonal übernommen

Mauergräber

…sind besondere Wahlgrabstätten, die an der Einfriedungsmauer liegen

Erbgräber

…sind Wahlgrabstätten, deren Flächen vom Nutzer auf eine sehr lange Zeit gepachtet sind

Urnennischen im Kolumbarium

… sind besondere Wahlgrabstätten, die aus reihenweise übereinander angebrachten Nischen bestehen, die in ein Gewölbe eingearbeitet sind


Weiterhin gibt es die Möglichkeit sich in einer Urnenstele, an einer Baumgrabstätte oder einem individuell mit der jeweiligen Friedhofsverwaltung abgesprochenen Sondergrab beisetzen zu lassen.

Ehrengrabstätten und Kriegsgräber

…werden nur durch die Stadt Halle (Saale) als Ehrengräber bzw. Kriegsgräber anerkannt, angelegt und gepflegt gemäß der gesetzlichen Vorschriften (Gräbergesetz) in der jeweils gültigen Fassung.


Über den Erhalt von Grabstätten mit künstlerisch oder historisch wertvollen Grabmalen, oder solche, die als besondere Eigenart des Friedhofs gelten, trifft die Denkmalschutzbehörde der Stadt Halle (Saale) eine Entscheidung.