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Allgemeine Ortskrankenkasse AOK

Luftbild Allgemeine Ortskrankenkasse AOKFoto: Walter Bönig, Luftbild, Stadtarchiv HalleRobert-Franz-Ring 16
Erbaut: 1929–31
Architekt: Martin Knauthe

Das AOK-Gebäude in Halle (Saale) zählt zu den architekturgeschichtlich bedeutsamen und überregional weithin bekannten Beispielen einer progressiv orientierten Architektur des Neuen Bauens. Es befindet sich unterhalb der Moritzburg: am Ende des Robert-Franz-Rings, ganz in der Nähe der Saale. Im Jahr 1929 konzipierte der Architekt Martin Knauthe für die Allgemeine Ortskrankenkasse diesen dreigeschossigen, flach gedeckten Stahlbetonskelettbau, der sich über einem parabelförmigen Grundriss erhebt. Der Südflügel des Gebäudes tritt bugartig in den Straßenraum hervor. Ursprünglich waren hier Räume für Diagnostik, Röntgen und den zahnärztlichen Dienst eingerichtet. Der sich anschließende Verwaltungsbau, dessen Erdgeschoss eine großzügige Kassenhalle beherbergt, erscheint deutlich zurückgesetzt und lässt Raum für einen repräsentativen Vorplatz. Beide Gebäudeteile verbindet ein Treppenhaus.

Der Architekt Martin Knauthe schuf mit dem AOKGebäude eine der wohl wichtigsten modernen halleschen Architekturleistungen, das dank einer aufwendigen Sanierung im Jahr 2005 heute nahezu das Erscheinungsbild der Entstehungszeit wiedergibt.