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Archivale des Monats Januar 2019

Akte der Kämmerei „Hundesteuer Generalia“ (1854-1882) 

Abbildung von verschiedenen HundesteuermarkenBereits im 19. Jahrhundert mussten Hundebesitzer für ihren vierbeinigen Gefährten tiefer in die Taschen greifen. 1828 hatten Gemeinderat und Bürgermeister beklagt, „[…] daß sich die Anzahl nutzloser Hunde zum Nachtheil und zur Belästigung der hiesigen Einwohner seit einigen Jahren und besonders in der letzten Zeit unglaublich und auf eine beunruhigende Weise in der Stadt vermehrt haben“. Von der daraufhin eingeführten Hundesteuer waren lediglich die zum Betrieb eines Geschäftes oder Gewerbes gebrauchten Hunde ausgenommen. Das mehrfach veröffentlichte Reglement über Erhebung der Hundesteuer führte in Paragraph 11 bezüglich der Kennzeichnung aus: „[…] Außerdem muß an diesem Halsbande ein Zeichen mit der betreffenden Nummer des Hunde-Registers befestigt werden.“ Diese Zeichen wurden von der Stadt angeschafft und unentgeltlich verabfolgt. Gravieranstalten und Metallwarenfabriken aus Berlin, Magdeburg und Leipzig boten Marken in verschiedenen Ausführungen an und übersandten entsprechende Katalogtafeln und Probemarken an die Stadtverwaltung. So ist der Offerte der Präge-Anstalt von Hermann Held zu entnehmen: „Der Preis der in Messing ausgeführten Marken würde sich auf 10 Pfennig, der in Weißblech ausgeführten auf 8 Pfennig pro Stück belaufen […]“ Neben den gedruckten Tafeln wurden auch die Mustermarken in die Akte übernommen.

Abbildung: Katalogtafel der Präge-Anstalt von Hermann Held in Magdeburg und Probemarken der Metallwarenfabrik u. Gravier-Anstalt Carl Leistner Leipzig