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500 Jahre Reformation 

Halle (Saale) feiert ein außerordentliches Jubiläumsjahr

Weltweit feiern Millionen Menschen ein halbes Jahrtausend Reformation. Diese hat in Mitteldeutschland einen ihrer wichtigsten Ursprünge. Dabei ist Halle (Saale) eine Wiege der Reformation. Hier wirkten neben Luther auch Reformatoren wie Justus Jonas (* 5. Juni 1493 † 9. Oktober 1555) und Thomas Müntzer (* um 1489 †27. Mai 1525). Und hier residierte fast 30 Jahre lang Luthers Gegenspieler, der Kurfürst und Kardinal Albrecht von Brandenburg (*28. Juni 1490 †18. September 1545). Er gilt als herausragender Vertreter von Kirche und Macht sowie jener historischenKräfte, die mit dem Ablasshandel das reine Gewissen zum einträglichen Geschäft machten.

Bis heute verfügt Halle über eigene, authentische Schauplätze jener Zeit – die Marktkirche, die Moritzburg, die Neue Residenz oder die Marienbibliothek. Lassen Sie sich von dem thematischen Kulturstadtplan  "Auf den Spuren der Reformation" zu authentischen Orten der Reformation leiten und entdecken Sie die Spuren einer bewegten Zeit.

Gemeinsam mit vielen Akteuren feiert die Stadt das Jubiläum mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Vorhaben. „500 Jahre Reformation sind ein Ereignis, das viele Menschen aus aller Welt zu uns nach Mitteldeutschland und Halle (Saale) führen wird“, sagt Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand. Die Stadt und ihre Partner sind darauf vorbereitet. Zu ihnen zählen Kirchen, Hochschulen, die Franckeschen Stiftungen sowie viele freie Künstler und Akteure.

So sind ein Kirchentag auf dem Weg in Halle (Saale) und Lutherstadt Eisleben, Konzerte, Filme zu Glaubensfragen, Tagungen, Ausstellungen und Bühnenprojekte geplant (weitere Informationen siehe "Ausgewählte Veranstaltungen 2017). Die Stadt hat ihr jährliches Veranstaltungsformat „HalleThema 2017“ auf das Reformationsjubiläum ausgerichtet und wird dazu im Februar die Programmbroschüre veröffentlichen.

Die App „Luther virtuell“ und ein Audioführer zu wichtigen Sehenswürdigkeiten in Halle (Saale) bieten ihren Nutzern einen lebendigen Stadtrundgang mit vielen Details zum Alltag der Reformationszeit und erklären, wie es zur Reformation kam und was Martin Luther (*10. November 1483 †18. Februar 1546) über Kirche oder Judentum dachte.

Zu den besonderen Höhepunkten des Jahres gehört die hallesche Lutherwoche „Reformation für (H)alle 2017“ vom 19. bis 24. Mai. Das Spektrum der Veranstaltungsangebote reicht von Konzerten und Luther-Filmen bis zum Vortrag von Prof. Matthias Morgenstern (Tübingen) zu „Reinheit und Ritual in der Polemik zwischen Juden und dem Reformator“. Dieser Beitrag zur Jubiläumswoche ist eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Seminar für Judaistik/Jüdische Studien der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Freundeskreis Leopold-Zunz-Zentrum. Der Lutherwoche folgt unmittelbar vom 25. Mai bis zum 28. Mai der „Kirchentag auf dem Weg“ in Halle (Saale) und Eisleben. Fast zeitgleich starten die Händel-Festspiele 2017, die unter dem Motto „Original? – Fälschung?“ vom 26. Mai bis 11. Juni auch biblische Themen in Händels Schaffen aufgreifen. Bereits im Frühjahr gastiert das Dessauer Kurt-Weill-Fest unter dem Titel „Luther, Weill & Mendelsohn“ im Stadtmuseum.

Auch der 200. Jahrestag der Vereinigung der Wittenberger Universität „Leucorea“ und der halleschen Universität „Fridericiana“ reiht sich mit einer Festwoche vom 18. bis 25. Juni in das Reformationsjahr ein. Schließlich entwickelte sich die 1817 vereinte Universität rasch zu einem Zentrum von Pietismus und Aufklärung.
 

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